Riester-Rente
In der Zeit, in der die Riester-Rente entwickelt wurde, bekam sie schon, bevor es sie überhaupt gab, von den Medien einen schlechten Ruf zugesprochen. Doch das dies völlig zu unrecht war, zeigt sich der Verlauf der letzten Jahren. In einer Zeit, in der die Renten ungewisser sind denn ja, benötigt Normalmann und Normalfrau eine zusätzliche, private Rentenversicherung. Bevor es die Riester-Rente gab, waren dies oft sehr teure Versicherungen, welche im Normalfall nicht viel Rendite und nicht viel Garantierente brachten. Und, sie waren noch zwei Dinge nicht: Weder staatlich gefördert noch pfändungssicher. Doch genau diese beiden Punkte machen die Riester Rente auch für den kleinen Mann und den Menschen mit dem mittleren Einkommen so wichtig. Die Riester-Rente wird mit einer bestimmten Summe, bei einer Einzahlung der höchstförderlich möglichen Einzahlung von 4 % des Bruttoverdienstes im Vorjahr, mit 154 € gefördert. Dieser Betrag kommt zu dem eigenen Betrag, den man einzahlt dazu, und ist ebenso wie die Sparbeträge, welche ich in den jeweiligen Riester-Vertrag einzahle, pfändungssicher. Gerade im Zuge der ALG II-Entwicklung, umgangssprachlich immer noch Hartz IV genannt, ist dies sehr wichtig. Die Riester Anlage wird bei Höchstbeträgen, die ein Empfänger von ALG II sparen darf, nicht angerechnet. Und noch etwas bietet die Riester-Rente: Ich habe eine Mindesteinzahlungssumme von 60 Euro, was 5 Euro im Monat sind und selbst der Mensch mit dem schmalen Geldbeutel hat so noch Möglichkeiten, sich wenigstens eine kleine private Rente zu erwirtschaften.
Verträge über die Riester-Rente können Erwerbstätige bis zum Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze, das heißt Pflichtversicherte der Gesetzlichen Krankenkassen abschließen. Aber auch Beamte, Beschäftigte im öffentlichen Dienst (VBL), Berufs- und Zeitsoldaten, Auszubildende, Eltern in Kindererziehungszeit und Wehr- und Zivildienstleistende. Auch Ehepartner von Pflichtversicherten können eigenständige Riester-Verträge abschließen, was gerade bei Frauen, welche noch nie oder nur sehr wenig in die Rentenversicherung eingezahlt haben, sehr wichtig ist.
Aber auch Erwerbslose können einen solchen Vertrag abschließen und in die Riester-Rente einzahlen. Dies macht sehr viel Sinn, da die Jobcenter zwar in die Rentenversicherung einzahlen für den Erwerbslosen, aber diese Beträge sehr gering bemessen sind.
Noch ein wichtiger Tipp: Je früher man mit dem „Riestern“ anfängt, desto mehr garantierte Rente hat man dann im Rentenalter zur Verfügung. Und: Es gibt mehrere Möglichkeiten, sein Geld anzulegen in Riester-Verträgen, die einen gehen über ein garantiertes Ansparen, andere arbeiten mit Fondsanlagen. Hier muss jeder selbst entscheiden, was er möchte, und wie viel garantierte Rente er möchte.
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